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TECHNISCHE TEXTILIEN

New applications and new markets fuel global demand for technical textiles (nur in Englisch)



MESSEN, STEUERN, REGELN

Moderne rheologische Messmethoden in der Beschichtungstechnik

Von B.Sc. Ing. Markus Nemeth, Distributor Support, Product Management Rheology, Anton Paar GmbH
Einleitung. Ist es möglich, die Herstellung, die anwendungstechnischen Eigenschaften, den Applikationsvorgang und das Verhalten eines festen Beschichtungsfilms durch Messungen mit einem luftgelagerten Rheometer zu charakterisieren?
Im folgenden Artikel soll diese Frage beantwortet werden. An moderne Beschichtungssysteme werden, je nach Anwendungsbereich, unterschiedlichste Ansprüche gestellt. Ein solches System sollte sich einfach herstellen und verarbeiten lassen, es sollte trotz der mechanischen Belastungen, die durch Prozesse wie Pumpen, Abfüllen und Applizieren auftreten, gut verarbeitbar sein. Auch das Verhalten während der Applikation ist ein wichtiges Kriterium nach dem ein Beschichtungssystem bewertet wird. Nach der Applikation sollte die Beschichtung den Anforderungen des Verlauf- und Ablaufverhaltens entsprechen. Durch das verwendete Bindemittelsystem, sowie durch bestimmte Additive und aktive Füllstoffe lassen sich diese Eigenschaften gut steuern. Der ausgehärtete Beschichtungsfilm muss anschließend, je nach Anwendung, mechanischen, thermischen oder chemischen Belastungen standhalten. Mechanische Belastungen können entweder gewollt auftreten, beispielsweise bei Coil-Coating oder späteren Umformungsprozessen, oder ungewollt, wie beispielsweise bei Schlagbeanspruchungen (Steinschlag). Bei thermischen Effekten, wie beispielsweise schwankenden Umgebungs- oder Prozesstemperaturen, kann sich das Substrat oder die Beschichtung unterschiedlich stark ausdehnen oder schrumpfen. Durch eine ausreichende Filmflexibilität kann dieser Effekt minimiert werden. Zudem sind die Farbgebung, der Glanzgrad, und die Haptik, wesentliche Aufgaben einer Beschichtung. Anforderungen an das Beschichtungssystem, wie Härte, Kratzfestigkeit, chemische Beständigkeit, Flexibilität, Farbton, und der Glanzgrad, sollten über einen möglichst langen Zeitraum erfüllt werden.

No risk no fun
Interview mit Dipl. Ing. Stefano Trizzino, Geschäftsleitung Electronic Systems spa
1. Herr Trizzino, Ihr Unternehmen arbeitet nach dem Motto «no risk, no fun». Bitte erläutern Sie uns anhand von einem Beispiel wie man das verstehen soll.
Electronic Systems bietet neben den bekannten Standardsystemen zur Messung von Dicke, Gewicht, Feuchte, Oberflächenfehlern, Filmschichten, Beschichtungsstärken etc., speziell nach konkreten Kundenvorstellungen und -Bedürfnissen entwickelte Geräte. Dabei trägt das Unternehmen das finanzielle Risiko für die Produktentwicklung. Konkret hatten wir hier auf der ICE eine Anfrage von Fa. Tesa. Es ging darum, dass in einer Be-schichtungsmaschine für die Beschichtung von Folien für den Automobilsektor die Dicke der beschichteten Folie, das Auftragsgewicht und die während des Auftrags entstehenden Fehler gemessen werden sollten. Das ist für sich genommen kein großes Problem und sowohl wir als auch der Markt bieten hier als Standard viele Lösungen an. Sowohl «risk» als auch «fun» bietet diese Anfrage daher, weil nicht, wie üblich, drei unterschiedliche Geräte an drei unterschiedlichen Punkten diese Messungen vornehmen sollten, sondern aus Platzgründen nur einmal mit einem einzigen Gerät an einer einzigen Stelle gemessen werden sollte. Da wir bereits für einen anderen Kunden ähnliche Herausforderungen meistern konnten und hierfür ein Messgerät mit zwei Funktionen entwickelt haben, trauen wir uns auch hier dem Kunden eine Lösung anzubieten. Ein anderes Beispiel ist die Anfrage eines potentiellen Kunden, der die Dicke der auf eine Rolle gewickelten Materialien bestimmen möchte.


AUTOMATISIERUNG

Tackling the System Architecture (nur in Englisch)



NANO PAGES

Das ist unser gutes Recht!

«Die Bürger haben das Recht, zu wissen, welche Artikel Nanopartikel aufweisen. Es ist auch eine Frage der Transparenz und der freien Wahl der Konsumenten.» So stand die Forderung eines bekannten Konsumentenschützers in der Zeitung. Wenn man das so liest scheint die Forderung durchaus plausibel. Verstärkt wurden die Argumente des Autors mit einem Vergleich der Nanotechnologie mit der Asbest-Geschichte. Damit war die Konsequenz schnell gezogen: Eine Deklarationspflicht für Nanopartikel muss her!

The significance of perpetual mastering of the materials comprising organic and printed electronic elements (nur in Englisch)

Graphen holt Kohlenstoffnanoröhren ein

Von Cathleen Thiele, Technology Analyst, IDTechEx
Kohlenstoffnanoröhren (CNTs) haben bislang nicht die kommerziellen Erwartungen von vor einem Jahrzehnt erreicht, und jetzt ist Graphen ihnen auf den Fersen. Graphen wird als heißer Kandidat für Anwendungen u. a. in Computern, Displays, Photovoltaik und flexibler Elektronik gesehen. Laut Marktprognosen von IDTechEx, könnten CNT- und Graphen-Transistoren bereits ab 2015 kommerziell und in großen Mengen zur Verfügung stehen. Das jedenfalls berichtet der neue Report «Carbon Nanotubes and Graphene for Electronics Applications 2011– 2021». IDTechEx zufolge, sind die größten Chancen für beide Materialien in der gedruckten und potentiell gedruckten Elektronik. Der Wert dieser Bauelemente, die teilweise diese Materialien integrieren werden, wird über 44 Milliarden US-Dollar in 2021 erreichen.

Wenn Beschichtungen die Kontrolle übernehmen: Nanostrukturierte Trägermaterialien ermöglichen die steuerbare Freisetzung von Wirkstoffen
Interview mit Herrn Dipl.-Chem. Hermann Schirra, Geschäftsführer, sarastro GmbH
1. Nano – die erste Generation hat neue Lösungen zur Oberflächenversiegelung hervor gebracht. Bitte machen Sie hierzu Beispiele.
Beschichtungen definieren Oberflächeneigenschaften neu – so lässt sich der Anwendungsfokus der ersten nanotechnologischen Produktgeneration umschreiben, die sich in den vergangenen Jahren am Markt erfolgreich etabliert hat: Nano-Lösungen versiegeln vormals wasserempfindliche Oberflächen, sie schützen bisher sonnenlichtempfindliche Werkstoffe vor UV-Strahlen, sie verhindern bei einfachster Anwendung die Keimbildung auf textilen Materialien und vieles mehr.
sarastro hat in mehr als zehn Jahren Geschäftstätigkeit zahlreiche solcher Anwendungen mit und für Kunden aus der Industrie entwickelt. So werden zum Beispiel Kunststoffbauteile mit Beschichtungen aus anorganisch-organischen Nanokompositen versehen, die bei Gehäusen und Reglern von Hörgeräten das Eindringen von Schweiß und Feuchtigkeit verhindern. In besonders hygieneempfindlichen Bereichen wie z. B. bei Nahrungsmitteln oder Körperpflege werden spezifisch entwickelte antimikrobielle Nanolösungen zur Beschichtung von Wasserschläuchen eingesetzt.

 

 
VERLAG
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